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Türen der Pfarrkirchen im Seelsorgebereich Veytal
Türen der Pfarrkirchen im Seelsorgebereich Veytal

Gedanken zum Evangelium vom 27. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A Mt 21, 33-44

 

Eine Pächterspiritualität entwickeln - was bedeutet das?

 

 Es ist ein uraltes Bild, das das Volk Gottes im Bild eines Weinbergs dargestellt wird. Gott selbst ist der Weinbergbesitzer, der alles dafür tut, dass sein Volk in Sicherheit leben und überreich Früchte ernten kann.  Das Volk soll Verantwortung übernehmen. Darin steckt das Wort Antwort. Das erste Wort spricht Gott. Gott handelt zuerst und schenkt den Menschen Leben und Begabungen. Der Mensch und das Volk Gottes sind aufgerufen, eine passende Antwort zu geben. Die geschenkte Begabung wird zur Aufgabe. Doch warum gehen die Pächter so unverantwortlich mit dem Weinberg und seinem Besitzer um? Dahinter steckt eine uralte Menschheitserfahrung. Schon in der jüdischen Bibel, unserem sog. Alten (Ersten) Testament, gibt es kritische Stimmen zum Umgang mit dem Erbe Gottes. Propheten, die für die religiöse Elite unbequem waren, wurden verfolgt oder gar getötet. Immer wieder zeigt sich die Versuchung, Gott los zu werden. Wir wollen selbst wie Gott sein und in Eigenregie die Geschicke unseres Lebens bestimmen. Letztlich scheint immer wieder der Übermut von Adam und Eva durch, selbst wie Gott sein zu wollen. Die Zerstörung des Jerusalemer Tempels und das Exil in Babylon gelten in der Bibel als Folgen eines solchen gottabgewandten Tuns. Auch für viele unserer Zeitgenossen spielt der Gottesglaube allenfalls noch eine untergeordnete Rolle. Wir haben, so sagt es Friedrich Nietzsche, die Erde von ihrer Sonne losgekettet. Wir haben uns selbst zum Gutsbesitzer (Weinbergbesitzer) gemacht. Was wäre aber, wenn wir ganz bewusst nicht die Besitzer– sondern die Pächterrolle einnehmen? Was wäre, wenn uns bewusst wird, dass wir das Leben nicht in der Hand haben und nach Belieben darüber verfügen können? Schon die Propheten und Jesus selbst haben kritisiert, dass auch religiöse Menschen in der Gefahr sind, praktisch so zu leben, als ob es Gott nicht gäbe, dem wir Rechenschaft schuldig sind. Was würde es bedeuten, wenn wir eine echte Pächterspiritualität entwickeln würden? Wir wüssten, dass wir die Erde von unseren Kindern nur geborgt haben, wie ein alter Greenpeace-Spruch lautet. Innerhalb unserer Kirche würde eine solche Pächterspiritualität bedeuten, dass uns bestimmte Besitzstände weniger wichtig sind, weil sie eben nicht unser Besitz, sondern Geschenk sind. Und was würde eine solche Pächterspiritualität für das Lebensgefühl überhaupt bedeuten? Wären wir weniger unzufrieden, wenn bestimmte Ansprüche und Erwartungen, die wir an andere und das Leben haben, sich nicht erfüllen? Da, wo wir uns selbst al s Weinbergbesitzer und nicht als Pächter verstehen, stehen wir in der Gefahr uns stolz und mächtig zu fühlen. Wenn wir die Pächterrolle übernehmen, können wir mit Freude die Früchte des Weinbergs genießen und genug an den Besitzer und an Bedürftige abgeben.

 

T. Engelbergs, Gemeindereferent

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